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BezugsquellePeter Woeste: "Mongolei - Richtig reisen", DuMont Verlag, Köln 1995, 256 Seiten, ISBN 3-7701-3277-7

Dieser Mongolei-Reiseführer ist eine flüssig geschriebene, unterhaltsame, in jedem Fall aber eine wichtige Hilfe für jeden, der sich auf das Abenteuer Mongolei einlassen und nicht enttäuscht wieder nach Hause zurückkehren will. Der Leser erfährt vieles über die Landschaften und ihre Menschen, über mongolische Kultur und die besonderes mongolische Ausprägung des tibetischen Buddhismus, der 70 Jahre Unterdrückung zu überdauern vermochte. Der Autor verschweigt auch nicht, mit welchen Problemen ein Mongolei-Reisender zu rechnen hat. Manche Dinge sieht er durchaus kritisch. Erfreulich, dass im historischen Teil dem hierzulande nahezu vergessenen Kapitel deutsch-mongolischer Beziehungen in der Weimarer Zeit zwei Seiten gewidmet sind. Denn in dem damals begonnenen Schüler- und Studentenaustausch wurden die Wurzeln für die Liebe der Mongolen zur deutschen Sprache und Kultur gelegt. Der Anhang mit den nützlichen Hinweisen dürfte inzwischen überholt sein. (Doris Götting)

 

BezugsquelleWerner Elstner und Monika Jung (Hrsg.) "Mongolei. Reisehandbuch", Verlag Ute Schiller, Berlin 1993, 274 Seiten, ISBN 3-925067-27-2

Ein Reisehandbuch, das eigentlich alle Anforderungen erfüllt. Hier bietet sich dem potentiellen Mongolei-Besucher ein Nachschlagewerk mit thematischer Vielfalt. Erfreulich ist, dass sich dieser Reiseführer nicht zum Sprachrohr der Tourismuswerbung macht. So bleibt dem unerfahrenen Besucher manche Enttäuschung erspart. Erstaunlich ausführlich werden die Aimags hinsichtlich Naturraum, Sehenswürdigkeiten und Wirtschaft beschrieben, wobei kritisch anzumerken wäre, dass man bei der Fülle der wertvollen Informationen etwas mehr Sorgfalt auf die Kartographie hätte verwenden sollen: Die "Latinisierung" der Skizzen und überhaupt eine etwas größere, gut lesbare Übersichtskarte aller Aimags, Flüsse und Höhenzüge, die im Text genannt werden, würden dem unkundigen Leser sehr helfen und das Buch entschieden aufwerten. (Wolf Donner)

 

Viktoria Raith und Cathleen Naundorf: "Steppen, Tempel und Nomaden. Zwei Frauen entdecken die Mongolei", Droemersche Verlagsanstalt Th.KNaur Nachf., München 1994, 301 Seiten, ISBN 3-426-77116-0

Viktoria Raith und Cathleen Naundorf, Journalistin die Eine, Fotografin die Andere, sind neugierig im besten Sinne des Wortes. Ihr mit mongolischen Legenden durch setzter Reisebericht ist erfrischend persönlich gehalten und mit Humor gewürzt. Von der Hauptstadt Ulaanbaatar aus unternehmen die beiden Frauen mehrere Reisen ins Innere des Landes, dessen Straßennetz, soweit vorhanden, eher berüchtigt ist und das im übrigen manch abenteuerliche Überraschung bereithält. Drei Monate lang sind sie dieser fremden Welt und ihren Bewohnern auf der Spur und begeben sich nicht nur zu den Sehenswürdigkeiten und Festen, sondern sie gehen weiter in nur Wenigen bekannte Regionen. Ihr unkonventioneller Reisestil beschert ihnen zahllose Begegnungen mit Einheimischen, die ihnen Einblick in das Alltagsleben der Mongolen gewähren. Wer das Innere der Mongolei kannengelernt hat, stellt mit Schmunzeln fest, dass auch den Autorinnen Erfahrungen, die er nur zu gut kennt, nicht erspart geblieben sind. Und er kann den Mut dieser beiden Frauen nur bewundern. Es wäre schön, die ausdrucksstarken Fotos von Cathleen Naundorf einmal in einem größeren Format zu sehen. (Eka Donner)

 

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Last Update: 03. Mai 2009